Schattenseiten vom Autogas

Wie ich in einem damaligen Beitrag beschrieben habe, fahre ich nunmehr seit drei Jahren ein Auto mit nachgerüsteter Autogasanlage. Autogas (Liquefied Petroleum Gas → LPG) ist ein inzwischen immer stärker verbreiteter alternativer Kraftstoff für PKW auf Propan/ Butan-Basis.

Damals war ich noch ziemlich euphorisch über die Möglichkeiten der Ersparnis. Ich hatte gerechnet, dass ich in meinem Fall auf 25.000km pro Jahr ca. 2.000 € Kraftstoffkosten einsparen könnte. Dazu hatte ich damals vor allem auch diese Webseite zur Rate gezogen: http://www.amortisationsrechner.de/. Auch heute gilt diese Rechnung nach wie vor. Das Sparpotenzial gegenüber dem gewöhnlichen Benzin, dessen Literpreis aktuell bei 1,65 €/L liegt, ist durchaus beachtlich. Doch dieses Potenzial bezieht sich ausschließlich auf die Kraftstoffkosten. Was ich auch damals auch schon wusste war: alles hat seine Vor- und Nachteile.

Leider hat sich vor gut einer Woche der krasseste Negativ-Effekt bei mir gemeldet und mich geradezu ohnmächtig vernehmen lassen, dass ich einen lupenreinen Motorschaden habe. Der gesamte Zylinderkopf hat Schaden genommen, samt der Zylinderkopfdichtung, der Ventile und Zündkerzen.

Bekannt war mir, dass Autogas im Motor etwas anders verbrennt. Es verbrennt mit höheren Temperaturen als das normale Benzin, wie man es in Form von „Super“ für gewöhnlich verwendet. Doch erstmal ein bisschen Motorenlehre:

 

Wie funkioniert der Ottomotor und woraus ist er zusammen gesetzt

Der Otto-Motor besteht aus verschiedenen Elementen. Im wesentlichen laienhaft erklärt besteht er aus dem Motorblock – unterer Teil des Motors – in dem der Kolben steckt. Der obere Teil des Motors, der Zylinderkopf, beherbergt die Ventile für die Kraftstoffleitungen und die Zündkerzen. Im Motorblock wird durch den Kolben der Kraftstoff komprimiert. Dann wird durch die Zündkerzen der Funke gegeben, der den Kraftstoff entzündet. Die Ventile öffnen und schließen sich im Takt um neuen Kraftstoff in den Motor zu geben bzw. auf der anderen Seite die verbrannten „Reste“ aus dem Motorblock wieder zu entfernen.  Hier gibt es auch ein genauere Aufbauzeichnung bei Wikipedia zum nachlesen, alternativ ein Video bei Youtube.

Mit diesem Wissen kann man sich die Verbrennung des Autogases etwas einfacher vorstellen und damit einhergehend die Risiken besser einordnen.

Heißere Verbrennung durch LPG

Normales Benzin verbrennt nicht Rückstandslos. Es bleibt immer etwas übrig. Der „Rest“, die Gase die bei der Verbrennung entstehen, sorgen für einen Abkühleffekt an den Ventilen. Autogas hingegen verbrennt rückstandslos bzw. es gibt bei der Verbrennung nicht diesen Kühleffekt. Der Nachteil dieser Tatsache ist, dass die Verbrennung daher heißer ist und die Ventile höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Da die Ventile des Motors aber in der Regel nicht auf derartige Temperaturen spezifiziert wurden besteht die Gefahr, dass sie zu heiß werden und beschädigt werden können. Man spricht davon, dass der Motor nicht Gasfest ist.

Um dem Risiko der Beschädigung entgegen zu treten gibt es diverse Additive (Schmierstoffe auf Ölbasis), die dem Motor zugeführt werden, um die Ventile zu kühlen. Das vermutlich bekannteste ist namentlich „FlashLube„, ein Additiv aus Australien. Andere Hersteller, u.a. auch aus Deutschland wie zB. „GasLube„, gibt es natürlich ebenfalls.

Bei meinem Wagen wurde damals ein FlashLube-System mit verbaut. Der Händler gab mir bei dem Kauf des Wagens mit auf den Weg: „Fahr‘ nicht mit hohen Umdrehungen über 4.000 U/s auf Autogas, denn das schadet dem Motor. Überschreitungen sind nicht tragisch, nur dauerhaftes hochtouriges Fahren ist nicht gut.“ An diesen Hinweis habe ich mich die drei Jahre lang nach bestem Wissen gehalten. Ich bin in über 80.000 km eh wenig Autobahn gefahren. Es wurde fast nur Landstraße gefahren, wo ich derartige Umdrehungszahlen nur selten überschreiten hätte können. Und wenn ich wirklich Tempo machen musste, konnte ich immer während der Fahrt umschalten auf Benzin, zumal damit der Motor etwas mehr Power bietet.

Nun denn, Ende vom Lied – der Motor hat nun trotzdem Schaden genommen. Es müssen speziell gehärtete Ventile verbaut werden, die mit den hohen Temperaturen zurecht kommen. Wie das halt immer so ist, spezielle Bauteile kosten auch ganz spezielles Geld – es wird ein teures Vergnügen.

Nachtrag 29.06.2014:
Auf die Nachfrage durch „Erich Sutter“ habe ich einmal die Rechnung meines Motorschadens eingescannt und stelle Sie hier zu Verfügung: Rechnung Motorschaden LPG Mazda 3 (pdf)
Insgesamt hat mich der Motorschaden laut Rechnung 2.974,85 € gekostet. Ob das im Verhältnis viel oder wenig ist, kann ich nicht sagen. Mein Konto fand diese Rechnung überhaupt nicht witzig.

Nachtrag 03.12.2014:
Ich wurde darauf hingewiesen, dass meine Erklärungen nicht richtig seien. Ich weise darauf hin, dass dieser Artikel keine fundierte Abhandlung darstellt. Es handelt sich um meinen persönlichen Wissensstand, den ich mir in Folge des Motorschadens durch lesen und erklären lassen angeeignet habe. Das bedeutet, obige Angaben müssen nicht zwangsläufig richtig sein und sollten eine Beratung beim Umrüster nicht ersetzen. Mein Erfahrungsbericht und die obigen Angaben dienen dazu, für das Thema Gasfestigkeit zu sensibilisieren.

 

Unter’m Strich bleibt Enttäuschung

Mein Fazit aus dieser Geschichte fällt ziemlich nüchtern aus und wird getragen von Enttäuschung. Enttäuschung über Kosten, die die Einsparungen der letzten Jahre zum Großteil wieder auffressen. Enttäuschung über den Stress, den man durch Werkstattbesuche und anderen Problemen etc. hat. Enttäuschung über die Tatsache, dass die Vorteile von den Nachteilen durchaus überschattet werden können. Ich persönlich werde vermutlich so schnell keine neuen Kraftstoffe oder Antriebe wählen, solange ich nicht genügend Erfahrungsberichte kenne. Ich will das Autogas nicht verteufeln, die Vorteile gelten ja weiterhin, aber die Enttäuschungen vor allem der letzten Tage wiegen schon sehr schwer.

Wer sein Auto umrüsten will, sollte sich im Vorfeld erkundigen wie Gasfest der Motor ist. Ist dieser nicht Gasfest sollten entweder von vorn herein die Ventile mit bedacht werden, oder man sollte sich genau überlegen ob man bereit ist dieses Risiko einzugehen. Mein Händler meinte, dass ich einer von Zweien wäre, denen dieses Schicksal so passiert ist. Verbaut hat der Händler zehn der gleichen Anlagen in meinem Autotyp. Ich denke das sind immerhin 20 %, die Pech hatten.

 

Weiterführende Links

Hier sammle ich ein paar Links zu Beiträgen im Netz, die sich mit den Vor- & Nachteilen von Autogas befassen.

  • http://www.amortisationsrechner.de/
    Mit Hilfe dieser Webseite kann man sich ein ungefaires Bild davon machen, in welchem Zeitrahmen sich eine Umrüstung auf Autogas amortisieren würde.
  • Eine Rechnung mit Folgen… zurück zum Diesel!
    In seinem Blogeintrag beschreibt Axel Schwenke mit Hilfe von genauen Zahlen, dass sich der Umstieg auf Autogas bei ihm nicht rentiert hat. Am Ende war die Nutzung von Autogas teurer, als wenn er ein Dieselfahrzeug gefahren hätte. Die Zahlen sind zwar von Auto, Fahrer, etc. abhängig, es verdeutlicht aber sehr gut, dass man bei der Entscheidung für Autogas mehr als nur den Kraftstoffpreis bedenken sollte.
  • Autogas – eine kritische Empfehlung!
    Eine Resümee und Kostenaufstellung über seinen auf Autogas umgerüsteten BMW eines Foristen der großen Motor-Talk Online-Community: Lesenswert.

32 Kommentare zu “Schattenseiten vom Autogas

  1. Vielen dank für den Artikel. Endlich wird die Problematik mal verständlich erklärt. Auch bei mir ist der Zylinderkopf hin und auch ich bin hinsichtlich Autogas doch sehr ernüchtert.

    Viele Grüße

    Michael

    1. Gerne! Mein Mitgefühl hast du! Ich bin inzwischen drüber weg. Die Rechnung ist bezahlt, das Auto fährt wieder. Aber wenn ich daran denke bin immernoch ziemlich erbost! Auf so einen Scheiß kann man gut und gerne verzichten.

      Wie viele km hast du auf LPG fahren können und wirst du ihn reparieren lassen oder weggeben?

      VG Markus

  2. Hallo ich habe das gleiche Schicksal erlebt!!
    eine Audi A3 1.8 .

    bei 90oookm Motor ist mein Motor kappt gegangen leider!!

    gruß Heinz

  3. Vielen vielen Dank für den Artikel, endlich jemand der Klartext redet, ich habe das gleiche erlebt mit einen DACIA LOGAN BJ: 2009 bei 170.000 km war Schluß. Motor Schrott, nach Angaben der Werktstatt hatt es die Ventile bei 2 Zylindern von mir verbrannt. Habe das Auto abgeschoben in Export. ich kaufe nie wieder ein Auto mit LPG es sei denn, der Motor hat min 3Liter Hubraum.
    VG Erik

  4. Markus, wie kamst Du damals darauf, dass Du im Jahr 2000Euro an Spritkosten sparen könntest? Hattest Du nur den Vergleich zu normalem Benzin berechnet?
    Ich komme bei meiner Rechnung ja auf eine DIfferenz von ca. 3300Euro in fünf Jahren und 123tkm im Vergleich zu Diesel. Das wären pro Jahr nur noch 660Euro Ersparnis.

    1. Hi,
      mein damaliges Auto war im Grunde kaputt – Riss im Motorblock. Bedeutete, ich musste in jedem Fall einen neuen Wagen anschaffen. Wie die exakten Werte damals waren, weiß ich jetzt nicht mehr. Sie setzten sich zusammen aus dem damaligen Kraftstoffpreis, Versicherung für den Wagen, und zusätzlicher Investition. Anhand vom Amortisionsrechner mit den passenden Werten kam ich auf eine Kostenersparnis von ~2.000 € gegenüber einem Benziner, ab dem Zeitpunkt wo sich die zusätzliche Investition amortisiert hätte und sofern ich keine zusätzlichen Probleme bekommen hätte. Ein Diesel war damals irgendwie nicht auf meiner Liste.

      Im Nachhinein steht glasklar fest, dass ich damals vollkommen blauäugig aufs falsche Pferd gesetzt habe! Ich hätte damals besser in einen Diesel investiert. Aber aus Unwissenheit und wegen des Verkaufsgeschicks des Händlers habe ich mich fürs Autogas überzeugen lassen. Meine Dummheit wurde gnadenlos bestraft!

      So einen Fehler mache ich aber sicher kein zweites Mal!!! Allerdings ist mir ein neues Auto im Moment zu teuer, da der Wert meines jetzigen durch den Motorschaden letztes Jahr ziemlich dramatisch gefallen ist. Er muss jetzt noch ein paar Jahre seinen Dienst verrichten und über den Kraftstoff die Mehrkosten etwas wieder reinholen.

  5. Hallo Markus,

    vielen Dank für deine ausführliche und offene Darstellung der Problematik mit Autogas. Ich lebe in Spanien und fahre einen KIA Sportage mit Autogas. Hier ist Autogas noch nicht so verbreitet wie in Deutschland und nach ca. 120.000 Km war bei dem KIA das erste mal die Zylinderkopfdichtung Schrott. Der Schock war gross, die Kosten haben mich umgehauen. Jetzt mit 150.000 Km der 2. Motorschaden…, da sagt mir doch heute mein Mechaniker, dass er sich sicher ist, das die heutigen sehr „feinen“ Motoren die heissere Verbrennung von Gas auf Dauer nicht aushalten (ich konnte und wollte das nicht glauben) und siehe da, du bestätigst genau das was er gesagt hat!! Bis heute war ich stolz mit Autogas viel Geld einzusparen, doch diese beiden Schäden und dein Bericht haben mich eines besseren belehrt. Jetzt werde ich wieder auf Diesel umsteigen.

    Vielen Dank für deinen Bericht.

    LG Thorsten

  6. KINDERS….
    Da kann ich nur Kopf schütteln! !
    Wo kommt IHR den HER??!

    ES IST BEKANNT DAS AUTOGAS FAHRZEUGE OHNE GASFESTE MOTOREN !!!!(Gehärtete Ventile+Ventilsitze) zerstört! !!!

    Früher oder Später! !

    Über do etwas Informiert man sich doch VORHER!!!
    Anstatt hinterher GRUNDLOS zu JAMMERN!!!

    Wenn jemand zum PIERCEN geht…..weiß er doch auch VORHER , dass es sich ENTZÜNDEN kann und es dann schmerzhafte Probleme gibt!!!

    1. Hallo joksa,
      nun leider gehört dieses nicht zum Allgemeinwissen und es hat auch nicht jeder Autofahrer fundiertes Wissen darüber. Bedenken Sie bitte, jeder Mensch hat andere Themen, in denen er sich gut auskennt. Pauschal zu sagen, dass sowas bekannt sei ist mMn doch ziemlich überheblich. Der Artikel ist ein Erfahrungsbericht. Ich frage mich, warum Sie diesen Artikel überhaupt gelesen, geschweige denn gefunden haben. Sie werden wohl aktiv danach gesucht haben, um hier gelandet zu sein 😉 Vielleicht könnten Sie mir und den Lesern dieses Artikels weitere wissenswerte Erfahrungen mit LPG-Anlagen geben?! Viele Grüße 🙂

    2. „Das Beste oder NICHTS“:

      Wer ein vernünftiges Auto fährt – also weder Opel, KIA, Mazda und den ganzen Mist! – der wird auch mit LPG seine FREUDE haben !!!
      Fahre natürlich DAIMLER E 350 T, seit 280 TKM auf Gasbetrieb störungsfrei (Gesamtlaufleistung 358 TKM).

  7. Wer kennt sich aus ? Probleme über Probleme ! Ich habe mit meinem gebraucht gekauften Kia-Sportage (LGP) einen kostenintensiven Schaden zu verkraften. Der Zylinder-Kopf wurde nun repariert und auch gasfest gemacht. Das Ganze kostet mich rund 3.800,00 €. Dass dann auch noch (Hinweise auf Rechnung): Zum Gasbetrieb muss Umbau für spezielle Zusatzmmittel computergesteuerte Dosierung eingebaut werden. OHNE ZUSATZMITTEL KEINE ÜBERNAHME DER GEWÄHRLEISTUNG MÖGLICH (also weitere Kosten). Frage 1 : Sind die 3.800,00 € realistisch. Im Vorgespräch wurde von ca 3.000,00 € gesprochen. Die Werkstatt darauf angesprochen erhielt ich die Antwort, dass ja auch verschiedene Keilriemen, Zahnriemen mit Spannrollen, sonstige Teile erneuert werden mussten. Frage 2 : Ist es denn nicht so, dass bei gasfester Umrüstung kein Additivdosierungssystem benötigt wird ? Sollte dies doch benötigt werden, beliefe sich das Ganze auf ca 4.100,00 €, Kann jemand was zu den Kosten sagen ?? Kann sich die Werkstatt aus der Gewährleistung „befreien“ ? Grüße Erich

    1. Hallo Erich Sutter,
      willkommen im Club 🙁 .

      Also kostentechnisch ist eine Motorreparatur auf jeden Fall 4-stellig. Ob 3.800 € noch im Rahmen sind, kann ich nicht abschätzen, da ich von KFZ-Technik nur rudimentäre Kenntnisse habe. Aber um Ihre Rechnung mal vergleichen zu können habe ich meine eigene mal eingescannt und im Artikel oben verlinkt (drittletzter Absatz). Bei meiner Rechnung habe ich in Summe rund 3.000 € bezahlt. Die teuerste Position war mit 950 € eine Fremdleistung. Diese Fremdfirma hat sich um einen besseren für LPG geeigneten Zylinderkopf gekümmert, so zumindest die Erläuterung des Chefmechanikers. Dann natürlich die Arbeitsleistung mit 660 €. Und dann kamen noch teure Bauteile wie z.B. die Ventile und extra gasfeste Zündkerzen oben drauf.

      Der Mechaniker hat mir gesagt, mein Wagen wäre nach dieser Reparatur im Grunde genommen gasfest, da die neuen Bauteile viel mehr Hitzeentwicklung ertragen können. Die Garantie darauf galt aber auch nur für ein Jahr. Theoretisch, so sagte man mir, bräuchte ich das LPG-Additiv (FlashLube) nicht mehr. ABER ich verwende es dennoch, denn Schaden tut es nicht und ich investiere lieber die paar Cent pro km und bin etwas beruhigter. Obendrein fahre ich nur äusserst selten hochtourig.

      Wenn ich Ihren Kommentar richtig verstehe, haben Sie bislang kein Additivsystem verbaut?! Einen nicht gasfesten Motor mit LPG aber ohne Additiv, ich persönlich halte das für ein großes Risiko. Auch wenn man im Internet Aussagen findet, die sagen es wäre kein Problem und nur Geldmacherei, ich traue dem Hasen aber nicht. Mag sein, dass es tatsächlich geht, aber die Frage ist wie lange halten die Bauteile das aus?

      Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen soweit beantworten. Wäre schön nochmal was von Ihnen zu hören. Tut mir auch etwas Leid, dass es so lange gedauert hat.

      Viele Grüße

    1. Alles was im Artikel steht trfft bei mir zu, Opel meriva a 1,4 2005 bei 7000 km ümgerüstet auf LPG( angeblich ohne weiters möglich )130000 km weiter Ventiele festgebrannt neuer Zylinderkopf neu 2500 Euro, . Alle kosten zusammen gerechnet einbau., Filter, hier mal was da mal was,´- Bei normalen Kraftstoff wäre der Motor noch nicht kaputt vielleicht, und die kosten sind gleich. Einsparung bei mir o.oo Euro. Dafür jetzt jede menge Ärger und kosten !!

  8. Hallo Gemeinde. Geht mir ganz genauso. Habe meinen JEEP Grand Cherokee 1998 5,9l V8 im März 2013 mit ner wild von einem deutschen Autohaus zusammengestellten in Polen eingebauten King/Venturi teilsequenziellen Gasanlage gebraucht und so gekauft. Lief schön sparsam bis er immer mehr ruckelte, im Leerlauf bei kaltem Zustand nur noch auf 5-6 Zylindern lief und Kühlwasser verbrauchte…. Nun sind zwei überholte Zylinderköpfe drin (die alten waren so heiß, dass sie gerissen waren, Ventile und -sitze vollkomen verbrannt). Der ganze Spass hat, trotz aus Amerika bestellter Teile, 3.500,-Teuronen gekostet. Die Anlage war ca. 40.000 km drin, ich hatte die Einbaukosten nicht, aber Summa, Summarum geringe Ersparnis (Einsparung durch Gas ca. 8.000,-€ – 3.500,- € Reparatur und geschätze 3.500,-€ Gasanlagen-kosten). Habe ihn jetzt auf reines benzin zurückbauen lassen (kommt man auch wieder besser an den Motor, Kerzen und Komponenten) , muss ich aber auch in den papieren noch austragen lassen, also auch noch viel lauferei und Ärger ! Letzte Zeit war ich eh nur noch auf Benzin gefahren, da ich noch nicht einmal jemanden fand, der nach 2 Jahren die Gasxanlage warten wollte. Also kompletter Reinfall.

  9. Ich habe aktuell mein 6. LPG-Fahrzeug, jeweils ca. 200.000 km auf LPG gefahren. Diesmal ist es der erste Mazda die vorherigen waren allesamt Mercedes. Und der erste mit Motorproblemen. Für mich, auf jeden Fall wieder LPG, auf keinen Fall wieder Mazda. Die Mercedes liefen alle auf LPG Problemlos, auch bei vielen Autobahnfahrten mit hohem Tempo.

  10. Fahre seit über 10 Jahren auf LPG. Subaru ist unproblematisch, am besten die vom Werk originale ECOMATIC Version bevorzugen. Der Meriva 1.6 meiner Frau lief über 170 TKm ohne Probleme auf Gas. Keine Heizerei und nur Langstrecke inkl. Flash Lube.
    Zur zeit fahre ich den zweiten Omega B mit 3.0 und jetzt 3.2 Liter Hubraum. Der 3.2 fährt schon seit 250 TKm auf Gas. Ohne Probleme. Man sollte halt, wenn es wirklich schnell gehen soll :o) ,auf Benzin umschalten.
    Ansonsten, je größer der Hubraum und je älter der Motor, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Motorschaden immer geringer.
    Und Mazda , wie FORD Motoren galten schon immer !!!! als überhaupt nicht Gasfest. Kann man überall nachlesen. Am besten gehen Opel, VW, Mercedes und SUBARU !!

  11. Fahre mit meinem Mazda 5 (Japaner sind auf der sog. roten Liste) schon fast 160.000 km auf LPG Autogas. Mittlerweile ruckelt der Wagen leicht im Leerlauf und startet teilweise schlechter. Nach einer Kompressionsmessung war der Mechaniker der Meinung, dass sich wahrscheinlich das Ventil am 1. Zylinder (Stufe 6 auf der Messskala) langsam verabschiedet. Ob der Zylinderkopf betroffen ist, kann er erst sagen, wenn er den Motor auseinandergebaut hat. Ich habe alle 25000 km eine Gasinspektion (Filterwechsel etc.) durchführen lassen und habe mich an die Spielregeln hinsichtlich Geschwindigkeit und Drehzahl im Gasbetrieb (max. 140 km/h und max. 4000 Touren) gehalten. Auch habe ich fast immer regelmäßig Flashlube (Bezogen von Trendsturm für 39 EUR für fünf Liter) nachgefüllt. Von der Ersparnisseite her kann ich eigentlich zufrieden sein. Die Frage ist: Reparieren oder verkaufen – noch läuft er?

    1. Hallo Runner,
      also ich würde versuchen ihn loszuwerden bevor du weißt was er hat. Ich habe inzwischen umgesattelt und fahre seit ’nem 3/4-Jahr wieder ’nen Diesel. Der Grund für meinen Wechsel war, dass mein damaliger Mazda 3 wieder angefangen hatte, die selben Symptome zu zeigen, wie vor meinem oben beschriebenen Motorschaden. Und diese Symptome sind 1:1 die gleichen wie du sie von deinem Mazda schilderst. Schwächerer Motor, ruckeln, etc.. Ich habe den Wagen verkauft, ohne vorher nochmal eine Werkstatt drauf schauen zu lassen.

      So wie ich es oben im Artikel auch schreibe, ich will Autogas nicht prinzipiell verteufeln, aber es hat halt auch seine Gefahren und Nachteile. Ich habe einen Motorschaden hinter mir und ich kann nur sagen, dass man danach nichts mehr von den Einsparungen hat. Wenn man erst sehr viel Geld für eine Reparatur investieren muss, um wieder ein fahrtüchtiges Auto zu haben, bringt einem der günstigere Kraftstoff nichts. Und der Restwert eines gebrauchten Autos mit kaputten Motor ist genauso schmerzhaft. Der wert meines Mazdas war mit unrepariertem Motorschaden bei nur 75000km auf 3000€ gefallen. Das ist wirtschaftlich im Grunde ne Katastrophe. Von daher wie gesagt, ich würde versuchen ihn loszuwerden, bevor es ernst wird.

      Gruß

  12. Hallo zusammen,

    Ich habe schon mit 3 verschiedenen Autos und fast 200TKM LPG Erfahrung gesammelt.

    1.- Renault Kangoo 1.2 L (16 Ventile) BJ 2001.

    Gebraucht, mit LPG nachgerüstet ohne Schmierstoffe-System und 110TKM gekauft. Von Anfang startet teilweise schlecht, ging langsam schlechter. Nach 30TKM startet nicht mehr. Zylinderkopfdichtung, Ventilsitze und Ventile für 1.500€ erneuert.

    Trotzt Anfrage, habe Ich keine Beratung von Werkstatt in Lüneburg drüber gehärtete Ventile bzw. Ventilsitze bekommen.

    Nach 20TKM weiter, war wieder die Zylinderkopfdichtung durch und auch meine Geduld. Verkauft fast als Schrott, den Händler hat sofort das Auto zu verkaufen gestellt. Die Anzeige bleibt noch in Internet für 4.000€ !!!

    2.- Daewoo Kalos 1.4 L (8 Ventile) BJ 2004

    Von das gleiche Händler habe Ich das Auto, Gebraucht mit LPG nachgerüstet und Schmierstoffe-System mit 77TKM gekauft. Hat einwandfrei unter dauerhaftes hochtouriges Fahren sehr gut und sehr günstig funktioniert. Nach 80TKM in einen Autounfall verschrottet. =(((

    3.- Kia Carens 2.0 L (16 Ventile) BJ 2007.

    Gebraucht, schon mit LPG nachgerüstet ohne Schmierstoffe-System und 80TKM gekauft. Beschädigt nach 30TKM dauerhaftes Hochtempo Fahren. 2 Ventile verbrannt, Ventilsitze leicht beschädigt. Werkstatt (Hersteller) vermeidet Beratung, Reparatur läuft noch…

    Wenn Ich zwischen LPG und Diesel die unterschied berechne, habe Ich nicht wirklich gespart. Eventuell habe Ich nur ein Bisschen weniger die Umwelt verschmutzt.

    Ich fahre weiter mit LPG und suche noch ein Werkstatt in Hamburg/Umgebung die gut damit arbeiten könnte. Von 2 kann Ich schon abraten.

    Schreibfehler nur aus Kulanz.

  13. Ich hatte das gleiche Problem mit einem mit einem Suzuki Ignis.Umbau auf Gas 2008.Da wußte noch niemand,welche Motoren gasfest sind,und welche nicht.Dann immerhin 117000 km mit Gas gefahren und jetzt Motorschaden.Das Auto war ein Montagsauto,aber bis zu dem Motrschaden gab es mit der Gasanlage nie ein Problem.Habe mir jetzt einen Duster Allrad gekauft und bin mir noch nicht sicher,ob ich den auch wieder umrüsten lasse.Ich werde mich erst mal schlau machen.Vielleicht vorher andere Ventile einbauen lassen.

  14. Hallo Markus,

    leider habe ich Deinen Erfahrungsbericht 2 Jahre und 2 Monate zu spät gelesen. Pünklich 1 Monat nach Ablauf der Autogas-Umrüst-Garantie kam der Motorschaden. Zu allem Überfluß stellte sich das erst nach mehreren Reparaturversuchen heraus. Damit ergibt sich für mich folgende Rechnung:

    3000€ Autogas-Umrüstung
    nach die 2 Jahre und 1 Monat und 90.000 km auf Autogas (140.000 km Gesamtlaufleistung):
    2.500€ angefangene Motorreparatur (Zylinderkopfdichtung, Zylinderkopf incl. Ventile)
    (danach kam der Anruf von der Werkstatt, daß der Motorblock irgendwo noch gerissen ist, es würden weitere 2.800€ Reparaturkosten anfallen, hier habe ich die Notbremse gezogen und die Reparatur nicht fortsetzen lassen.)
    Daraus folgt:
    Fahrzeug verkauft (1.000€)
    Restwert abgeschrieben (2.600€)

    Zum Glück fand ich recht schnell einen anderen Gebrauchten, der für mich paßt. Das ist jetzt ein Diesel. Autogas kommt mir nicht mehr unter!

    Gegenüber Super-Benzin habe ich mit der Autogas-Umrüstung noch draufgezahlt, wieviel rechne ich mal nach, wenn mein Ärger verpufft ist.

    Gruß Thomas

    1. Hallo Thomas,

      welche Auto war das?

      Ich kaufe auch nächstes Mal ein Diesel, keine Frage…

      Viele Grüße

      (Schreibfehler nur aus Kulanz)

  15. Hallo an Alle,
    die sich hier zum „Gasproblem“ geäußert haben. Fand ich sehr interessant und äußerst hilfreich. Suche gerade ein Fahrzeug für meine Tochter und hatte einen Ford Focus Bj07 (1,6l/109PS) mit 140tkm mit LPG-Anlage seit 2013 (in Fordwerkstatt nachgerüstet) auf dem Schirm. Die hälfte seiner KM ist mit LPG gefahren. Ob er Flashlupe drin hat weiß ich nicht (glaube fast nicht). Nach dem ich das hier so gelesen habe, will ich das glaube ich auch nicht mehr wissen. Nun ist mir auch klar warum das Fahrzeug seit August 15 beim Gerauchtwagenhändler steht.
    Vielen Dank für Eure ehrlichen Auskünfte!

  16. Hallo.
    Hab deinen Beitrag hier gelesen.
    Erstmal vorab.
    Gas ist eine schöne Sache bei vernünftiger Wartung auch für Ford und Mazda Motoren.
    Mazda gehört mit zu ford und deren Motoren sind von den Ventilen deutlich schlechter als vom anderen Herstellern.
    Hab diese Erfahrung auch mit meinen alten ford gemacht.
    Ford Focus bj 2000 mit 116 ps.
    Gasanlage wurde bei 80.000 km von Prinz verbaut. Hab das Fahrzeug mit 120.000 km gekauft.
    War das erste Auto mit einer gasanlage für mich und bin damit 99,9 Prozent auf Gas gefahren. Überhaupt kein Benzin und das sogenannte cube öl habe ich nur einmal verwendet. Da man mir mitteilte das es totaler schwachsinnig ist.es wird nur empfohlen damit keiner sagen kann Motorschaden durch gasanlage. Hersteller Absicherung. Bei ca. 200.000 km hat der Ford einen Motorschaden gehabt bzw.2 Zylinder hatten keine Kompression mehr.
    Also ab auf den Schrottplatz und einen gebrauchten komplette für 200 Euro geholt und in einer Werkstatt eingebaut. Einbaukosten mit zahnriehm Keilriem etc. 600 euro. Alles lief dann wieder super. Danach bin nicht mehr zu 99,9 Prozent auf Gas gefahren sondern 2 tankfüllungen auf Gas dann mal wieder auf Benzin ca 100 bis 150 km.
    Autobahn max bis 160 kmh. Fahrzeug wurde dann mit 250.000 km verkauft.
    Weiterhin bin ich ohne cube gefahren. Kostet zuviel und bringt in meinen Augen nichts.
    Danach für ich einen bmw 3 e46 mit einem 6 Zylinder. Das Auto ist rund 150.000 km auf Gas gefahren keinerleih Probleme.mit 190.000 km habe ich Ihnen verkauft da ich wieder einen Kombi wollte. Das Fahrzeug hat ein bekannter von mir gekauft aktuell hat der bmw 250.000 km auf der Uhr und fährt ohne Probleme.
    Jetzt fahre ich einen kleinen seat ibiza Kombi und dieser wird demnächst umgerüstet auf lpg gas.
    Ich selber würde jederzeit wieder ein Auto mit gas kaufen jedoch keine Mazda oder ford Modelle.
    Solltet ihr Angst vor einen Motorschaden haben lasst einfach alle 20.000 bis 25.000 km eure Kompression mal messen und fahrt ab und an mal wieder Benzin.
    Auf Autobahnen würde ich ab 130 kmh nur auf Benzin empfehlen oder im Wechsel fahren. Da der Motor natürlich dann auf seine Touren kommt und im gasbetrieb sehr heiß wird.
    Bestimmte gasanlage schalten sich aber dann auch ab.
    Möglichkeit gibs da ab einer bestimmten Temperatur oder ab einer bestimmten Geschwindigkeit.
    Über gasanlagen wird im Internet viel Käse erzählt meistens nur das negative,nie das positive.
    Ist ja auch klar, wen was mit dem Auto ist setzten sich die Leute vorm Rechner und Googlen etwas und Posten nur das negative.
    In der Türkei sowie Polen fahren die Leute seit über 10 Jahren mit autogas.

    Macht eure Erfahrungen am besten selbst.
    Ganz wichtig
    In dieser Branche gibt es viele schwarze Schafe. Ist die gasanlage von vorne rein nicht richtig eingebaut oder eingestellt gib nachher nur Probleme.
    Daher ruhig 300 bis 500 Euro mehr ausgeben bei dem Einbau.
    Vergleichsangebote einholen.
    Das teuerste ist eigentlich nur der Einbau.

  17. Hallo Markus,
    habe mir die Sache überlegt und versucht den Mazda 5 zu verkaufen. Natürlich gibt es zwischenzeitlich viele dieser Fahrzeuge am Markt. Ich habe den Preis bis auf 4.900 EUR gedrückt, um überhaupt Angebote zu bekommen. Zudem waren die Leute nicht an Autogasautos interessiert. Letztlich – und mit Zähneknirschen – habe ich den Mazda an einen ausländischen Händler (für den Export) für nur noch 2.000 EUR veräußert.
    Hauptsache weg damit!. Anschließend haben wir einen VW Golf (Rentnerfahrzeug) mit 20.000 km, Baujahr 2011, neuwertig, für nur 9.650 EUR erstanden. Insgesamt kamen wir so noch einigermaßen aus der Sache raus.
    Gruß

    1. Das kann ich 1:1 bestätigen. War bei mir ganz genauso. Ich habe den Wagen auch Richtung Osteuropa verkauft für einen Preis, der mir richtig weh tat. Aber wenn ich nun zurück schaue (ich fahre jetzt seit 1 3/4 Jahr den Diesel), dann war es die richtige Entscheidung. Ich fahre tatsächlich günstiger als mit dem Mazda und habe schlichtweg keinen Stress (zugegeben, es war ein blutjunger Jahreswagen).

  18. Sehr schöner Artikel hier. Bin leider erst sehr spät daraufgestoßen. Habe im Bekanntenkreis auch LPG-Umrüster mit derselbigen Problematik der Motorschäden nach einigen Kilometern (ca. 20.000-60.000). Problematisch sind dabei nicht nur die Ventile (durchgebrannt) sondern auch die Ventilsitzringe. Beide Sachen gibt es bei manchen Herstellern bereits serienmäßig in besonders gehärteten Varianten.
    Es bleibt jedoch das Problem (wie du weiter oben sehr gut beschrieben hast) der höheren termischen Belastung. Diese lastet logischerweise auch auf der Kopfdichtung.

    Deinen Schlußfolgerungen kann man damit nur zustimmen. Diesel ist die bessere Variante. Aber hier sollte man auch vorsichtig sein: Die Nebenaggregate sind teilweise sehr teure Verschleißteile (Turbolader, Einspitzpumpe). Wenn möglich hier auf die bewährte alte Diesel-Technologie zurückgreifen (VEP). Die arbeitet noch mit relativ niedrigen Drücken.
    Vorsicht auch im Zusammenhang mit den Rußpartikelfiltern! Die Technologie ist definitiv nicht ausgereift. Auch hier drohen hohe Folgekosten.

    Fazit: Wer die hohen potentiellen Wartungskosten scheut, der sollte sich vielleicht ein Auto mit simpel aufgebautem Benzin-Aggregat organisieren.

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